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Erfolgsfaktoren für eine perfekte Silagequalität

Teil zwei mit den wichtigsten Aspekten

In wenigen Wochen startet die Erntesaison 2007. Um eine optimale Silagequalität zu erreichen, gilt es viele Faktoren zu berücksichtigen. Neben der Pflege und Düngung des Grünlands, welche bereits abgeschlossen ist, muss auch vielen verschiedenen Punkten während und nach der Ernte Beachtung geschenkt werden. In einer 3-teiligen Serie wollen wir Ihnen diese Punkte näher erläutern.

  1. Schnittzeitpunkt und Mähtechnik
  2. Ernte
  3. Lagerung und Silagequalität
Ist der optimale Trockensubstanzgehalt von 35 bis 40% bei der Silage erreicht, kann mit dem Schwaden und der Ernte begonnen werden. Das Futter sollte nach dem Schwaden zügig geerntet werden, da es auch auf dem Schwad noch weiter abtrocknet. Gerade im Sommer bei heißen Temperaturen kann der Trockensubstanzgehalt auch am Schwad noch beträchtlich steigen. Vor allem trocknet das Futter auf der Oberseite des Schwad sehr schnell ab, was zu einem unausgeglichenen TS-Gehalt führen kann.

1. Schwaden
Der Schwad sollte immer der Erntekette angepasst sein. Wird mit einem leistungsfähigen Silierwagen geerntet, muss der Schwad genügend groß sein, damit der Ladewagen ausgelastet werden kann. Zu kleine Schwade verringern die Leistung und die Fahrgeschwindigkeit während des Ladens muss stark erhöht werden. Der Schwad sollte so groß sein, dass die durchschnittliche Ladegeschwindigkeit 12 km/h nicht übersteigt. Auf einem Laufmeter sollte zwischen 8 und 15 kg Futter liegen.

Die Breite des Schwades sollte rund 80% der Aufnahmebreite der Pick-up betragen und über saubere Abschlüsse verfügen (s. Abbildung), damit über die gesamte Arbeitsbreite der Pick-up gleichmäßig viel Futter transportiert wird.

Die Zinken des Schwaders dürfen den Boden nicht berühren, damit kein Schmutz in das Futter gelangt. Die Arbeitshöhe sollte wie beim Mähwerk um die 6 cm betragen. Um eine perfekte Bodenanpassung zu gewährleisten, können alle Pöttinger Kreiselschwader mit Tasträdern und Tandemachsen ausgerüstet werden, diese folgen jeder Bodenkontur und führen den Zinken über jede Bodenunebenheit.

2. Ernten
Mit der Ernte sollte zügig begonnen werden, sobald der Schwader einige Schwade vorbereitet hat, sollte mit dem Laden begonnen werden. Dies bedingt aber auch, dass die gesamte Erntekette aufeinander abgestimmt ist. Die Leistung des Schwaders sollte mindestes gleich groß sein wie die des Erntefahrzeuges (Ladewagen).

Um eine gute Verdichtung am Silo zu erreichen ist die Schnittlänge wichtig. Pöttinger-Ladewagen bieten eine optimale Schnittlänge des Futters, das sich hervorragend verdichten lässt und die Struktur des Futters bleibt trotzdem erhalten. Eine theoretische Schnittlänge von 34 bis 50 mm ist in allen Belangen optimal. Kürzere Schnittlängen wie beim Feldhäcksler sind nicht wiederkäuergerecht und können zu Stoffwechselstörungen bei den Kühen und Rindern führen.

3. Befüllen des Silos
Pöttinger bietet alle Silierwagen mit oder ohne Dosierwalzen an. Dosierwalzen vereinfachen die Verteilung der Silage am Fahrsilo, da ein gleichmäßiger Teppich abgelegt wird, der sofort verdichtet werden kann. Wird ein Silierwagen ohne Dosierwalzen eingesetzt, so sollte der Walztraktor mit eine Frontlader oder Siloverteiler ausgestattet sein, damit die Silage gegebenenfalls verteilt werden kann.


Das Futter sollte am Fahrsilo sofort und kontinuierlich verdichtet werden. Wichtig ist vor allem, dass das Walzfahrzeug der Leistung der restlichen Erntekette angepasst ist. Das Gewicht des Walzfahrzeugs sollte mindestens 1/3 der stündlichen Erntemenge wiegen. Werden pro Stunde 30 to Silage geerntet, so muss der Walztraktor mindestens 10 to wiegen.


Die Silage einer Fuhre sollte so abgeladen werden, dass ein gleichmäßiger Teppich von rund 40 bis 50 cm am Silo liegt. Größere Haufen können nicht richtig verdichtet werden und müssen zuerst verteilt werden. Diese Schicht muss dann gewalzt werden, bevor eine neue Schicht darauf abgeladen wird. Nach 2 bis 3 Überfahrten sollte die Schicht genügend verdichtet sein.


Erfasst am: 25.04.2007

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