
Für den Aufgang unserer Pflanzen sind drei Faktoren ausschlaggebend: Temperatur, Feuchtigkeit und Sauerstoff. Maßgeblich beeinflusst werden diese Parameter von der Bodenform, dem Standort und der Witterung.
In der Landwirtschaft lassen sich diese drei Parameter nur schwer beeinflussen. Einer der größten Einflussfaktoren ist das Porenvolumen. Ein lockeres krümeliges Bodengefüge mit vielen Mittelporen kann Wasser besser aufnehmen, bietet den Wurzeln genug Platz und Sauerstoff. Es kann sich gleichmäßig und schnell erwärmen und schafft so optimale Keimbedingungen.
Die Bodenaggregate oder Bodenkrümel entstehen durch die Bildung der Ton-Humus-Komplexe und durch das Bodenleben. Diese Aggregate können mehrere Millimeter groß sein und bilden ein sehr stabiles Gefüge, dass den Wasser- und Gasaustausch begünstigt.

Wird der Boden über seine eigene Tragfähigkeit hinaus belastet, können sich die Bodenaggregate zusammenschieben, um dem Druck entgegenzuwirken. Dadurch nimmt das Porenvolumen ab. Besonders Feinporen mit < 2 µm werden hier problematisch, da sie Wasser aufnehmen, jedoch nicht mehr für Pflanzen verfügbar abgeben.
Oftmals geschieht das durch falsche Bewirtschaftung. Besonders häufige Überfahrten mit schwerem Gerät bei zu nassen Bodenverhältnissen wirken sich am stärksten aus. Aber auch jede andere Art der Bodenbearbeitung hinterlässt Spuren und teilweise sind Verdichtungen in Form von Rückverfestigung sogar gewünscht.
