Frauenpower in der Montage – Teil 3

Frauenpower in der Montage – Teil 3

Maschinenbautechnikerin Sabine Grottenthaler arbeitet in der HIT-Montage

Das Engagement von „Frauen in der Technik“ ist uns ein großes Anliegen. In der Montage sind drei junge Frauen beschäftigt, die ihre Liebe zur Technik zum Beruf gemacht haben und diesen auch gerne ausüben. Sabine Grottenthaler arbeitet in der HIT-Montage und ist uns dieses Mal für ein Interview zur Verfügung gestanden.

 

PÖTTINGER: Schildern Sie uns bitte kurz Ihren Werdegang.

Sabine Grottenthaler: 2004 bin ich über eine Leasing-Firma ins Unternehmen gekommen. Nach einem Jahr wurde ich dann im Magazin fix übernommen. In dieser Zeit war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und machte die Ausbildung zur Maschinenbautechnikerin. Seit Februar 2013 bin ich nun in der HIT-Montage und somit fast zehn Jahre in der Firma.

PÖTTINGER: Wie hat Ihr privates Umfeld auf Ihren Werdegang reagiert?

Sabine Grottenthaler: Grundsätzlich stehen alle meine Bekannten und Freunde dem sehr positiv gegenüber. Ein Grund dafür ist wahrscheinlich, dass viele meiner Verwandten und Bekannten auch bei Pöttinger arbeiten: Meine Tochter ist in der Kantine, meine Schwester im Magazin und mein Schwager arbeitet in der Schweißerei. Sogar mein kleiner Enkel sagt schon: „Oma arbeitet bei großen Ladewagen“.

PÖTTINGER: Welche Fähigkeiten sollte man für so einen Job mitbringen?

Sabine Grottenthaler: Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und schon von klein auf durfte ich mit meinem Vater Maschinen und Autos reparieren. Daher kam ich schon sehr früh mit Technik in Berührung und eine gewisse technische Begabung ist schon wichtig. Man sollte technische Pläne und Zeichnungen lesen können. Hier kommt mir auch zugute, dass ich mir bei meiner früheren Tätigkeit im Magazin SAP-Kenntnisse angeeignet habe. Diese brauche ich jetzt, um Teile zu buchen und Stücklisten abzuarbeiten. Darüber hinaus verpacke ich lose Baugruppen für das Fertigwarenlager, sowie Vormontagen für die A-Variante beim HIT. Große Flexibilität ist gefragt, wenn am Zetterband Not am Mann herrscht und ich als Ersatz einspringen muss.

PÖTTINGER: Wie geht es Ihnen mit Ihren vorwiegend männlichen Kollegen? 

Sabine Grottenthaler: Ich wurde im Team sehr gut aufgenommen, obwohl ich mich am Anfang schon beweisen musste. Wir haben auch Spaß bei der Arbeit und ich arbeite sehr gerne hier. Alle Kollegen sind sehr hilfsbereit und packen auch sofort an, wenn etwas Schweres zu heben ist. 

PÖTTINGER: Würden Sie nochmals diesen Beruf wählen? 

Sabine Grottenthaler: Ja, sofort. Mein Beruf macht mir sehr viel Freude und ich würde gerne hier in Pension gehen. 

PÖTTINGER: Welche Hobbys hat so eine technikbegeisterte Frau wie Sie?

Sabine Grottenthaler: Wenn ich die Wahl habe, dann repariere ich lieber ein Auto, als dass ich den Abwasch erledige. In meiner Freizeit suche ich den Nervenkitzel und daher bin ich begeisterte Kletterin und auch im Hochseilgarten. Ich lese, singe und tanze gerne. Ein etwas unübliches Hobby von mir, ist Fingernägel zu designen. Ich habe sogar die Ausbildung dafür und ich experimentiere gerne damit.  

PÖTTINGER: Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!