Geschäftsjahr 2025/2026: Umsatzzuwachs für PÖTTINGER Landtechnik
Marktanteile für Grünland-Produkte weiter ausgebaut
Mit einem zufriedenstellenden Gesamtergebnis schließt PÖTTINGER Landtechnik GmbH mit Sitz in Grieskirchen (Oberösterreich) das Geschäftsjahr 2025/26 (Stichtag 31. Juli 2026) ab. Trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds mit anhaltendem Kostendruck in der Landwirtschaft und volatilen Agrarmärkten erzielte PÖTTINGER wieder ein moderates Umsatzwachstum. Nach dem Rekordjahr 2022/23 mit 641 Mio. EUR Umsatz und darauffolgenden Rückgängen (461 Mio. EUR 2024/25) zeigt die Kurve nun wieder nach oben. Im Geschäftsjahr 2025/26 betrug der Umsatz 485 Mio. EUR, was einem Plus von 5 % entspricht. Erfreulich ist die Entwicklung im Bereich der Grünlandtechnik. Die Marktanteile bleiben auf hohem Niveau und konnten bei Heugeräten und Ladewagen sogar ausgebaut werden.
Bei einer seit vielen Jahren stabilen Exportquote von ca. 90 % gehören Frankreich und Deutschland zu den wichtigsten Exportmärkten. Unabhängig davon wurden heuer überdurchschnittliche Zuwächse im Vergleich zu Vorjahresperiode im wichtigen Heimmarkt Österreich erarbeitet.
Maschinen- und Software-Neuheiten für erfolgreiche Landwirtschaft
Als innovatives Landtechnik-Unternehmen bringt PÖTTINGER laufend neue Produkte auf den Markt, die landwirtschaftliche Betriebe effizienter und erfolgreicher machen. Für die bewährte HARVEST ASSIST App veröffentlichte PÖTTINGER 2026 ein wesentliches Update. In der neuen Version 4.0 visualisiert die Software Standorte, organisiert Abläufe, trackt und navigiert Erntemaschinen und macht so die Grünfutterernte noch wirtschaftlicher. Mit HARVEST ASSIST 4.0 stärkt PÖTTINGER klar seine Position als Profi der digitalen Landtechnik.
Bei den Maschinen-Neuheiten sind die pneumatische Aufbausämaschine AEROSEM M, die Fronttank-Sämaschine AEROSEM F und der SYNKRO Universalgrubber hervorzuheben. Für die PURO H 3000 hat PÖTTINGER die Testphase erfolgreich abgeschlossen, die PÖTTINGER Einzelkornsämaschine steht nun kurz vor Markteinführung
Im Bereich der Grünlandtechnik sorgten die automatische Schwadablage für das NOVACAT V Mähwerk sowie der innovative Siliermitteltank LIQUIDO F für Aufsehen. Bei den Ladewagen gab es gleich zwei Neuheiten: Der PROFI 5000 als leistungsstarkes, leichtzügiges Modell der Rotorklasse und der Förderschwingenladewagen BOSS 5000.
Wertschätzende Zusammenarbeit in internationalem Team
Stabil ist die Zahl der Mitarbeitenden. Gelebte Wertschätzung, ein Job mit Sinn, Zusammenarbeit auf Augenhöhe – das verbindet die rund 2.100 Mitarbeiter:innen (minus 1 % im Vergleich zum Vorjahr) mit ihren 37 Nationalitäten. 1.173 arbeiten in Österreich, 407 in Tschechien, 208 in Deutschland, 76 in Italien, die anderen 217 in den weiteren PÖTTINGER Niederlassungen weltweit. An fünf Standorten produziert PÖTTINGER hochmoderne, intelligente Landmaschinen und trägt damit wesentlich zur Ernährungssicherheit der Weltbevölkerung bei. Zwei Werke befinden sich in Österreich (Grieskirchen und St. Georgen bei Grieskirchen), je eines in Deutschland (Bernburg), Tschechien (Vodňany) und Italien (San Vito al Tagliamento). Der weltweite Vertrieb erfolgt über den Landtechnikhandel. Mitarbeitende, Handelspartner und Lieferunternehmen arbeiten partnerschaftlich als Team für den gemeinsamen Erfolg.
Mit dem internationalen Ersatzteil-Logistikcenter in Taufkirchen (Oberösterreich) und 17 dezentralen Lagern in Europa, Amerika, Asien und Australien sorgt PÖTTINGER weltweit für eine schnelle, langfristige und zuverlässige Versorgung mit Verschleiß- und Ersatzteilen – ein entscheidender Erfolgsfaktor für Landwirtinnen und Landwirte. Der Ausbau des globalen Ersatzteil-Logistikcenters in Taufkirchen sichert diese Versorgung auch künftig. Die Bauarbeiten starteten im März 2026 und sollen bis Dezember 2026 abgeschlossen sein. Zusätzliche 3.000 m2 Hallenfläche erhöhen die Kapazitäten, eine vierte Gasse im automatischen Kleinteilelager (AKL) schafft 10.000 zusätzliche Lagerplätze. Auch das Palettenlager wird erweitert: Künftig stehen 17 statt zehn Reihen zur Verfügung.
Trotz anhaltender geopolitischer Herausforderungen blickte Gregor Dietachmayr, Sprecher der Geschäftsführung, bis vor einigen Wochen optimistisch in die Zukunft: „Die Märkte bleiben anspruchsvoll, dennoch sahen wir erste Anzeichen einer Stabilisierung! Durch die Trockenheit in beinahe allen europäischen Ländern und die daraus resultierenden Mindererträge in der Landwirtschaft wird sich die Situation verändern. Unser Auftrag ist weiterhin, durch Investitionen in Innovation, Digitalisierung und neue Produkte bzw. Dienstleistungen unsere Kundschaft zu unterstützen. Das bietet die Grundlage dafür, unseren Wachstumskurs weiter abzusichern.”