Jugend interessiert sich für Landwirtschaft

Jugend interessiert sich für Landwirtschaft

Prominente Diskussionsrunde im Gymnasium Dachsberg (OÖ)

Im Gymnasium in Dachsberg (OÖ) luden die Schüler zur Diskussionsrunde zum Thema „Zukunft der Landwirtschaft“. In der prominenten Runde saßen am 4. Februar unter anderem der oberösterreichische Agrarlandesrat, Max Hiegelsberger und Heinz Pöttinger. Warum sich die Schüler mit einem für sie fremden Thema so intensiv befassten, wurde schnell klar.

„Wir sind überrascht, aber nicht überfordert“, freute sich Dir. P. Ferdinand Karrer bei der Begrüßung der knapp 300 Besucher. Diese erste Veranstaltung einer Reihe „Dachsberber Zeitgespräche“ sprach viele Interessierte an. Warum sich die Schüler mit dem für sie fremden Thema Landwirtschaft beschäftigen, fasste MMag. Brigitte Söllinger in der Eröffnungsrunde zusammen. „Der Bauer ist der älteste Kulturträger. Er ist Heger und Pfleger der Landschaft. Deshalb sind die Bauern wichtig. Die Schüler sind Mitentscheider beim Lebensmitteleinkauf und sollen wissen, was sie mit dem Kauf von österreichischen Produkten beeinflussen.“

Die Schüler stellten gut überlegte Fragen an die Runde. Landesrat Max Hiegelsberger warnt vor einer Renationalisierung der landwirtschaftlichen Politik. Es gibt auch hier keine Einbahnstraße. Dichte Grenzen brächten für die Produktion einen enormen Schaden. Die gute Qualität in Österreich ist der Unterschied. „Die Zukunft der Landwirtschaft braucht den Schulterschluss mit den Konsumenten - regionale Produkte sollen sich auch am Teller wiederfinden!“, meinte der Agrarlandesrat. Mag. Heinz Pöttinger sieht seine Firma als Transporter von Chancen für die Zukunft der Landwirtschaft, weil der Wandel nicht aufzuhalten ist.

Silvia Reiter spricht sich klar für regionale Lebensmittel aus. Bio-Lebensmittel im Lebensmitteleinzelhandel stagnieren – Regionalität steigt. Claudia Ritzberger appelliert an das Publikum „Ihr seid unsere Verbündeten und gemeinsam schaffen wir die Anforderungen der Zukunft!“ Sonja Niederwimmer sieht den Konsumenten als zentrale Person für die Zukunft. Landwirte arbeiten in ihrem Beruf aus Leidenschaft und brauchen Multiplikatoren. „Aufgrund des zahlreichen Besuchs und des Interesses an dieser Diskussion gehe ich mit positivem Gefühl die Zukunft“, meint Gerald Pflüglmeier.

„Wir sind motiviert für die nächsten Diskussionsrunden, die noch in Planung sind“, resümieren die Schüler der 7B-Klasse des Gymnasiums Dachsberg die erfolgreiche Veranstaltung.


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